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Beleg des Monats

LONDON 2022:

Tickets für den ersten Tag jetzt erhältlich

(RW/wm-pcp) Für den Eröffnungstag der internationalen Briefmarken-ausstellung London 2022, die vom 19. bis 26. Februar im Business Design Centre in Islington in London stattfindet, sind ab sofort Eintritts-karten erhältlich.


Der Eintritt am ersten Tag kostet 
10 £, an allen anderen Tagen ist er frei. Eintrittskarten für den Eröffnungstag können ab sofort erworben werden. Besuchen Sie einfach www.london2022.co/london-2022-first-day-entry-tickets - die Zahlung kann per PayPal oder Kreditkarte erfolgen. Die Eintritts-karten werden per E-Mail versandt: Sie können entweder ausgedruckt oder mit einem Mobiltelefon am Eingang vorgelegt werden. Jedes Ticket ist mit einer eindeutigen Referenznummer versehen, um eine Wiederverwendung zu verhindern.
Die Eintrittskarten können auch am Eingang erworben werden. Die Tickets für den ersten Tag wurden freundlicherweise von Andrew Lajer gesponsert.

Einige haben natürlich an allen Tagen freien Eintritt, darunter Gönner und Sponsoren, Aussteller, Standinhaber, Jury und Kommis-sionsmitglieder sowie Freiwillige.

Die Ausstellung ist jeden Tag von 
10 bis 18 Uhr geöffnet (und schliesst am Samstag, dem
 26. Februar, um 16 Uhr).

Unter www.london2022.co finden Sie die aktuelle Liste der Standinhaber, Wettbewerbsexponate und Gesellschaftstreffen.

 
                         (9. November 2021)

18. bis 22. Mai 2022 in Lugano

SBZ_9_2021

BDPh-Präsident Alfred Schmidt im Amt bestätigt

(Kül-bdph/pcp) Der vor vier Jahren in Wittenberg gewählte BDPh-Präsident Alfred Schmidt (Haldensleben) ist in seinem Amt bestätigt worden. Bei den Neuwahlen während der Hauptversammlung am Samstag, 6. November, in Bonn gab es keinen Gegenkandidaten.

Zum stellvertretenden Präsidenten wurde Frank Blechschmidt (Schwarzenberg) gewählt. Der frühere Landesvorsitzende in Sachsen ist Nachfolger von Jan Billion, der nicht mehr angetreten war. Bestätigt in ihren Ämtern wurden Schatzmeister Walter Bernatek (Espenau) und Beisitzer Konrad Krämer (Alsdorf). Nachfolger von Beisitzer Jürgen Witkowski ist Dr. Eric Scherer (Zürich).

Nach längerer Diskussion wurde für die Jahre 2023 und 2024 eine Beitragsanhebung um jeweils drei Euro beschlossen. Ursprünglich hatte Schatzmeister Walter Bernatek eine Anhebung um jeweils fünf Euro beantragt. Der Mitgliedsverband Nordwestdeutscher Philatelistenverband e.V. hatte sich zuvor gegen eine Anhebung des sogenannten Bundesbeitrags zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Die Anhebung betrifft alle Vereinsmitglieder, die ArGe-Direktmitglieder und die Einzelmitglieder.

Das Foto zeigt den neuen BDPh-Vorstand von links mit Konrad Krämer, Dr. Eric Scherer, Frank Blechschmidt, Alfred Schmidt und Walter Bernatek (Bild: Reinhard Küchler).





SBZ 11/2021

Ausgabe November 2021

Die SBZ erscheint 9-mal pro Jahr mit Doppelnummern im Januar/Februar, Mai/Juni und Juli/August.

Die Ausgabe 11/2021 bietet wie gewohnt ein breites Spektrum an philatelistischen Fachartikeln aus verschiedenen Gebieten und für Sammler und Philatelisten aller Altersklassen, für Einsteiger wie für fortgeschrittene Philatelisten und Spezialisten.

Schwerpunktthemen in dieser Ausgabe sind die frühe Paket-Luftpost und eine Übersicht über die Schiffspost.

Rechts finden Sie eine Inhalts-übersicht zur aktuellen Ausgabe.

Besuchen Sie regelmässig die Website der SBZ, Sie werden immer wieder Aktuelles und Neues aus der Welt der Philatelie finden.

Selbstverständlich sind wir auch für Anregungen und Kritik offen. 

Richten Sie dafür eine E-Mail an den Chefredakteur: 

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Viel Vergnügen!

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69. und letzte Rölli Auktion 
im Februar 2022


Jetzt ist es definitiv: Bei Rölli Auktionen AG stehen Veränderungen an. Nachdem Peter Suter dieses Jahr gesundheitsbedingt aus der Firma ausscheiden musste, hat Christina Rölli nach reiflicher Überlegung beschlossen, die Firma neu auszurichten und selber etwas kürzerzutreten.

Am 17./18. Februar 2022 findet die 69. und letzte Rölli Auktion in Rothenburg statt. Christina Rölli freut sich – wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge – auf den Abschluss von fast 50 Jahren Rölli Auktionen. Sie selber hat die Firma zusammen mit Peter Suter während rund 20 Jahren mit viel Herzblut geführt. Die Trennung von Peter Suter ist einen Hirntumor zurückzuführen und in aller Freundschaft erfolgt und wird von Christina Rölli sehr bedauert.

Rückblick
Über 60 Jahre sammelten Christina Röllis Eltern Rolf und Beatrice Rölli aus Leidenschaft Briefmarken. So lernten sie die Materie von Grund auf kennen und ihr Hobby wurde zum Beruf. 1975 gründeten sie das Auktionshaus. Seit 1987 ist Christina Rölli in der Firma tätig. 2003 stiess Geschäftspartner Peter
Suter zum Unternehmen. Die Geschäftsübergabe an die zweite Generation erfolgte 2004. 2005 erfolgte der Umzug an die Seidenhofstrasse 2 in Luzern mit eigenem Auktionssaal. 2018 wurde die Firma in Rölli Auktionen AG umbenannt und es erfolgte der Umzug in neue Lokalitäten in Rothenburg bei
Luzern.

Ausblick
In Zukunft wird Christina Rölli weiterhin den Onlineshop betreiben sowie Fachliteratur und Zubehör anbieten. Daneben wird sie als philatelistische Beraterin tätig sein und auch künftig Auktionsware annehmen und an geeignete Partnerfirmen vermitteln.


Mit dieser Neuausrichtung ist auch die Suche nach neuen, kleineren Geschäftsräumlichkeiten verbunden, vorzugsweise in der Nähe des bisherigen Standorts in Rothenburg. Leider muss sich Christina Rölli auch vom Grossteil der Mitarbeitenden trennen. Für sie wird eine sozialverträgliche und faire Lösung gesucht.


Christina Rölli freut sich gleichzeitig, die Belastung der Geschäftsführung abzugeben Dank der freien Kapazität wird sie sich auch vermehrt ihrem Steckenpferd, der Gestaltung von Drucksachen, widmen können. Zunächst macht sich Christina Rölli aber mit ihrem Team mit grossem Elan an die Vorbereitung der 69. und letzten Auktion. Sie hofft auf viele schöne Einlieferungen, damit die Rölli Auktionen zu einem grossartigen Ende kommen können.

                                                                       Hans Schwarz, Chefredaktor SBZ


Im Namen der SBZ und meines ganzen Teams danke ich der Firma Rölli Auktionen AG für die jahrzehntelange freundschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit. Für die Zukunft wünschen wir Christina alles Gute und Gesundheit!



LONDON 2022:

First day tickets now available


(RW/pcp) Tickets are now available for the opening day of London 2022, the international stamp exhibition taking place on 19 to 26 February at the Business Design Centre in Islington in London.

Admission on the first day will cost £10: or all other days it will be free. Tickets for the opening day can be purchased now. Simply visit www.london2022.co/london-2022-first-day-entry-tickets - payment can be made using PayPal or credit card. Tickets will be emailed: they can either be printed or presented on a mobile phone at the door on entry. Each ticket will have a unique reference number to prevent re-use.

The tickets will also be available for purchase on entry. The first day tickets have been kindly sponsored by Andrew Lajer.

Some, of course, are eligible for free entry every day including Patrons and Sponsors, exhibitors, booth holders, Jury and Commissioners and volunteers.

The exhibition will be open each day from 10am to 6pm (closing at 4pm on Saturday, 26 February).
Visit www.london2022.co for the up-to-date listing of booth holders, competitive exhibits and society meetings.


Unzureichend frankierter Brief über den Taxgrenzpunkt "Mitte Schaffhausen–Basel" in das Grossherzogtum Baden

von Robert Bäuml

Ein wesentlicher Bestandteil des Postvertrages zwischen der Schweiz und dem D.Ö.P.V. war die Schaffung einheitlicher Tarifstrukturen. Um die Berechnung der Brieftaxen in die deutschen Staaten zu erleichtern, vereinbarte man, die Schweiz in zwei und die deutschen Staaten in drei sog. Taxrayons aufzuteilen, jeweils ausgehend von einem
fixen Taxgrenzpunkt entlang des Grenzverlaufs zwischen der Schweiz, Baden, Württemberg und Bayern.

Vor dem 1. Februar 1855 war St. Gallen für einen Brief nach Freiburg/Baden noch dem Taxgrenzpunkt «Mitte Konstanz–Schaffhausen» zugeordnet, was somit die Gebührenberechnung für den 1. Schweizer Taxrayon bedeutete. Ab 1. Februar 1855 fiel St. Gallen für einen Brief nach Freiburg/Baden zum Taxgrenzpunkt «Mitte Schaffhausen–Basel», damit lag St. Gallen für die Briefbeförderung nach dem badischen Ort Freiburg im 2. Schweizer Taxrayon, was zur Folge hatte, dass der Schweizer Taxanteil für einen Brief bis 1 Loth bei 20 Rp. lag. Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass Briefe aus St. Gallen zu dieser Zeit z. B. in die östlichen resp. südöstlichen Regionen Badens durchaus über den Taxgrenzpunkt «Konstanz–Schaffhausen» geleitet werden konnten und somit nach wie vor dem 1. Schweizer Taxrayon zugeordnet waren.

Es entstanden die Taxgrenzpunkte «Mitte Lindau–Kon-stanz», «Mitte Konstanz–Schaffhausen» sowie «Mitte Schaffhausen–Basel». Die Leitung der Briefe aus der Schweiz und der dafür vorgesehenen Taxgrenzpunkte richtete sich unter anderem auch nach der geographischen Lage der deutschen Empfangsorte und dem dafür schnellsten Beförderungsweg. Insbesondere war auch massgebend, welcher Schweizer Ort für welchen der Taxgrenzpunkte – nach amtlicher Vorgabe – infrage kam.

Im Vergleich mit dem Taxgrenzpunkt, der gewisser-massen als fixe Masseinheit diente, änderte sich in den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts ein paar Mal die Zugehörigkeit von Orten und Kantonen zu diesen Fixpunkten. Dies blieb nicht ohne Einfluss auf die für den Brief zu bestimmende Höhe der Frankatur, wie uns nachfolgendes Belegbeispiel vor Augen führt.

Spätestens zum 1. Dezember 1859 erfolgte eine Umkehr zur alten Regelung und St. Gallen war für den Briefversand nach Freiburg/Baden wieder dem Taxrayon «Mitte Konstanz–Schaffhausen» angegliedert (1. Schweizer Taxrayon), mit dem Hinweis «unabhängig auf die Instradierung der Sendung»! Der Gebührenanteil für einen Brief (bis 1 Loth) war nun wieder 10 Rp., was auch auf vorliegendem Exemplar zum Tragen kam. Freiburg als Zielort war ebenfalls dem 1. Vereinsländischen Taxrayon zugeordnet, mit 10 Rp. resp. 3 Kr. Gebührenanteil.

Mit der Frankatur von 40 Rp. wähnte man zunächst den Brief in der 2. Gewichtsstufe (je 20 Rp. für die Schweiz und für Baden). Etwas später fand man bei einer Kontrolle und dem Nachwiegen des voluminösen Briefes heraus, dass das Gewicht bei 2¼ Loth lag (siehe Rötelnotiz links oben), d. h., er wog über 30 bis 45 g und lag damit in der 3. Gewichtsstufe. Die mit blauer Tinte notierten «3» (Kr.) mussten annulliert und auf eine «6» (Kr.) korrigiert werden. Es war dies der vom Empfänger als Nachtaxe zu erhebende, fehlende Gebührenanteil!

Zusammenfassend kann konstatiert werden: Der Brief von St. Gallen nach Freiburg/Baden lag in der 3. Gewichtsstufe. Beim Beförderungsweg aus dem 1. Schweizer Taxrayon in den 1. Vereinsländischen Taxrayon wäre die Sendung mit 60 Rp. anstatt mit 40 Rp. zu frankieren gewesen (anteilig für die Schweiz wie für Baden je 3 × 10 Rp.). In Baden verblieben die in Freiburg zu erhebenden 6 Kr. (= 20 Rp.) und die Schweiz hatte von den erhaltenen 40 Rp. noch 10 Rp. (= 3 Kr.) an Baden zu vergüten (siehe rückseitige Rötelnotiz «3»). Eine ebenfalls rückseitig notierte «9» (Kr.) hätte den badischen Gebührenanteil korrekt ausgewiesen, wenn der Brief richtig frankiert und ohne Nachtaxierung eingegangen wäre. So aber war die «9» mit Rötelstrichen zu annullieren.

(SBZ 7–8/2021)

Abb. 1. Fahrpost-Tarifliste

Brief der 3. Gewichtsstufe von St. Gallen nach Freiburg/Baden vom 18. Dezember 1860.
(Vorderseite und Rückseite)

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timbre classique