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Beleg des Monats

BITTE BEACHTEN:

Aktuelle Anlässe / Änderungen

Samstag, 

29. Januar 2022

Horgen

Kath. Pfarreizentrum, Burghalden-strasse 7. Saal EG, genügend Parkplätze bei der Kirche oder beim Bezirksgebäude. Samstagsbörse: Briefmarken, Karten und weitere Belege. Grosses Angebot.
Durchgehend geöffnet von 
09.30 Uhr bis 15.00 Uhr.
(Philatelistenverein Horgen)


26. Februar 2022 (Samstag)

Zollikon ZH

Gemeindesaal, Rotfluhstrasse 96; ÖV: Bus-Linien 912 oder 916 ab Zürich-Bellevue oder
Zürich-Tiefenbrunnen bis Zollikon, Halte-stelle «Beugi». Ausstellung und grosse Börse von 9.30 bis 17.30 Uhr, anschliessend Apéro und Treffen ArGe Schweiz und Schweizerischer Ganzsachen-Sammler-Verein. (Philatelie-Verein Bezirk Meilen)

Coronabedingt kann der zweitägige Anlass vom 26./27. Februar 2022 nur reduziert am Samstag, 26. Februar, als Börse durchgeführt werden.

Die zweitägige Veranstaltung mit der ArGe Schweiz und dem Ganzsachensammler-Verein wird voraussichtlich am 15./16. Oktober 2022 nachgeholt.

27. Februar (Sonntag)

ABGESAGT!

Zollikon ZH
Gemeindesaal, Rotfluhstrasse 96; ÖV: Bus-linie 912 ab Zürich-Bellevue oder Zürich-
Tiefenbrunnen bis Zollikon, Haltestelle «Beugi». Ausstellung und grosse Börse von 9.30 bis 15.00 Uhr. (Philatelie-Verein Bezirk Meilen)


18. bis 22. Mai 2022 in Lugano

SBZ_9_2021

Die Messe Sindelfingen wird geschlossen!

Das «Aus» für die Internationale Briefmarkenbörse?

(wm-pcp/AIJP) Diese Nachricht wird die Philatelie-Welt weit über Deutschland hinaus bewegen. Vor kurzem liess Ralph Hohenstein, Chef der Messe Sindel-
fingen die Messeagentur Jan Billion wissen: «Die Messe Sindelfi ngen wird am 31. März 2022 geschlossen. Für die IBS wird noch ein adäquater Veranstaltungsort gesucht.»

Damit ist nach Jahrzehnten das «Aus» für die Internationale Briefmarkenmesse in Sindelfingen besiegelt. Ob diese noch an anderer Stelle oder einem anderen Ort in gleicher Weise durchführbar sein wird, steht noch in den Sternen.

Hans Schwarz, Chefredaktor SBZ





SBZ 1–2/2022

Doppelnummer
Januar/Februar 2022

Die SBZ erscheint 9-mal pro Jahr mit Doppelnummern im Januar/Februar, Mai/Juni und Juli/August.

Die Ausgabe 1–2/2022 bietet wie gewohnt ein breites Spektrum an philatelistischen Fachartikeln aus verschiedenen Gebieten und für Sammler und Philatelisten aller Altersklassen, für Einsteiger wie für fortgeschrittene Philatelisten und Spezialisten.

Schwerpunktthemen in dieser Ausgabe sind u.a. der zweite Teil des Artikels "Der kleine Warenverkehr als Muster ohne Wert – von der Schweizer Post wegen grossen Erfolges eingestellt…! sowie der erste Teil des Artikels "Louis Henri Mercier, genannt Louihenri Goegg".

Rechts finden Sie eine Inhalts-übersicht zur aktuellen Ausgabe.

Besuchen Sie regelmässig die Website der SBZ, Sie werden immer wieder Aktuelles und Neues aus der Welt der Philatelie finden.

Selbstverständlich sind wir auch für Anregungen und Kritik offen. 

Richten Sie dafür eine E-Mail an den Chefredakteur: 

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Viel Vergnügen!

PDF

69. und letzte Rölli Auktion 
im Februar 2022


Jetzt ist es definitiv: Bei Rölli Auktionen AG stehen Veränderungen an. Nachdem Peter Suter dieses Jahr gesundheitsbedingt aus der Firma ausscheiden musste, hat Christina Rölli nach reiflicher Überlegung beschlossen, die Firma neu auszurichten und selber etwas kürzerzutreten.

Am 17./18. Februar 2022 findet die 69. und letzte Rölli Auktion in Rothenburg statt. Christina Rölli freut sich – wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge – auf den Abschluss von fast 50 Jahren Rölli Auktionen. Sie selber hat die Firma zusammen mit Peter Suter während rund 20 Jahren mit viel Herzblut geführt. Die Trennung von Peter Suter ist einen Hirntumor zurückzuführen und in aller Freundschaft erfolgt und wird von Christina Rölli sehr bedauert.

Rückblick
Über 60 Jahre sammelten Christina Röllis Eltern Rolf und Beatrice Rölli aus Leidenschaft Briefmarken. So lernten sie die Materie von Grund auf kennen und ihr Hobby wurde zum Beruf. 1975 gründeten sie das Auktionshaus. Seit 1987 ist Christina Rölli in der Firma tätig. 2003 stiess Geschäftspartner Peter
Suter zum Unternehmen. Die Geschäftsübergabe an die zweite Generation erfolgte 2004. 2005 erfolgte der Umzug an die Seidenhofstrasse 2 in Luzern mit eigenem Auktionssaal. 2018 wurde die Firma in Rölli Auktionen AG umbenannt und es erfolgte der Umzug in neue Lokalitäten in Rothenburg bei
Luzern.

Ausblick
In Zukunft wird Christina Rölli weiterhin den Onlineshop betreiben sowie Fachliteratur und Zubehör anbieten. Daneben wird sie als philatelistische Beraterin tätig sein und auch künftig Auktionsware annehmen und an geeignete Partnerfirmen vermitteln.


Mit dieser Neuausrichtung ist auch die Suche nach neuen, kleineren Geschäftsräumlichkeiten verbunden, vorzugsweise in der Nähe des bisherigen Standorts in Rothenburg. Leider muss sich Christina Rölli auch vom Grossteil der Mitarbeitenden trennen. Für sie wird eine sozialverträgliche und faire Lösung gesucht.


Christina Rölli freut sich gleichzeitig, die Belastung der Geschäftsführung abzugeben Dank der freien Kapazität wird sie sich auch vermehrt ihrem Steckenpferd, der Gestaltung von Drucksachen, widmen können. Zunächst macht sich Christina Rölli aber mit ihrem Team mit grossem Elan an die Vorbereitung der 69. und letzten Auktion. Sie hofft auf viele schöne Einlieferungen, damit die Rölli Auktionen zu einem grossartigen Ende kommen können.

                                                                       Hans Schwarz, Chefredaktor SBZ


Im Namen der SBZ und meines ganzen Teams danke ich der Firma Rölli Auktionen AG für die jahrzehntelange freundschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit. Für die Zukunft wünschen wir Christina alles Gute und Gesundheit!



Absage «Philatelie» + NUMISMATA in München 2022

(wl-APHV/pcp) Als Termin für die Numismata München 2022 war der 5. und 6. März 2022 vorgesehen. Dieser Termin war seit längerer Zeit beim MOC vorgemerkt. Die Philatelia hätte vom 4. bis 6. März 2022 stattgefunden. Sie ist ohne die Numismata nicht durchführbar, da Organisation, Messebau, Werbung und auch Besucher-aufkommen stark verknüpft sind. Im Gegensatz
zur Philatelia setzen sich Händler- schaft und auch Besucher der Numismata deutlich internationaler zusammen, wobei die osteuropäischen Staaten gewohn- heitsgemäss stark vertreten sind und deren Teilnehmer auch stets zum Erfolg der Numismata und zu Umsätzen bei der Briefmarken- börse führten. 

Anfang November 2021 bestehen unter Berück- sichtigung der für Publikumsmessen geltenden Vorgaben erhebliche Zweifel, ob sich mit einem derart internationalen Publikum die notwendigen
Hygiene- und Impf- oder Test- nachweis- bedingungen umsetzen ließen. Die Aussteller müssten mit höheren Kosten und einem
deutlich reduzierten Besucher- aufkommen rechnen.





Unzureichend frankierter Brief über den Taxgrenzpunkt "Mitte Schaffhausen–Basel" in das Grossherzogtum Baden

von Robert Bäuml

Ein wesentlicher Bestandteil des Postvertrages zwischen der Schweiz und dem D.Ö.P.V. war die Schaffung einheitlicher Tarifstrukturen. Um die Berechnung der Brieftaxen in die deutschen Staaten zu erleichtern, vereinbarte man, die Schweiz in zwei und die deutschen Staaten in drei sog. Taxrayons aufzuteilen, jeweils ausgehend von einem
fixen Taxgrenzpunkt entlang des Grenzverlaufs zwischen der Schweiz, Baden, Württemberg und Bayern.

Vor dem 1. Februar 1855 war St. Gallen für einen Brief nach Freiburg/Baden noch dem Taxgrenzpunkt «Mitte Konstanz–Schaffhausen» zugeordnet, was somit die Gebührenberechnung für den 1. Schweizer Taxrayon bedeutete. Ab 1. Februar 1855 fiel St. Gallen für einen Brief nach Freiburg/Baden zum Taxgrenzpunkt «Mitte Schaffhausen–Basel», damit lag St. Gallen für die Briefbeförderung nach dem badischen Ort Freiburg im 2. Schweizer Taxrayon, was zur Folge hatte, dass der Schweizer Taxanteil für einen Brief bis 1 Loth bei 20 Rp. lag. Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass Briefe aus St. Gallen zu dieser Zeit z. B. in die östlichen resp. südöstlichen Regionen Badens durchaus über den Taxgrenzpunkt «Konstanz–Schaffhausen» geleitet werden konnten und somit nach wie vor dem 1. Schweizer Taxrayon zugeordnet waren.

Es entstanden die Taxgrenzpunkte «Mitte Lindau–Kon-stanz», «Mitte Konstanz–Schaffhausen» sowie «Mitte Schaffhausen–Basel». Die Leitung der Briefe aus der Schweiz und der dafür vorgesehenen Taxgrenzpunkte richtete sich unter anderem auch nach der geographischen Lage der deutschen Empfangsorte und dem dafür schnellsten Beförderungsweg. Insbesondere war auch massgebend, welcher Schweizer Ort für welchen der Taxgrenzpunkte – nach amtlicher Vorgabe – infrage kam.

Im Vergleich mit dem Taxgrenzpunkt, der gewisser-massen als fixe Masseinheit diente, änderte sich in den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts ein paar Mal die Zugehörigkeit von Orten und Kantonen zu diesen Fixpunkten. Dies blieb nicht ohne Einfluss auf die für den Brief zu bestimmende Höhe der Frankatur, wie uns nachfolgendes Belegbeispiel vor Augen führt.

Spätestens zum 1. Dezember 1859 erfolgte eine Umkehr zur alten Regelung und St. Gallen war für den Briefversand nach Freiburg/Baden wieder dem Taxrayon «Mitte Konstanz–Schaffhausen» angegliedert (1. Schweizer Taxrayon), mit dem Hinweis «unabhängig auf die Instradierung der Sendung»! Der Gebührenanteil für einen Brief (bis 1 Loth) war nun wieder 10 Rp., was auch auf vorliegendem Exemplar zum Tragen kam. Freiburg als Zielort war ebenfalls dem 1. Vereinsländischen Taxrayon zugeordnet, mit 10 Rp. resp. 3 Kr. Gebührenanteil.

Mit der Frankatur von 40 Rp. wähnte man zunächst den Brief in der 2. Gewichtsstufe (je 20 Rp. für die Schweiz und für Baden). Etwas später fand man bei einer Kontrolle und dem Nachwiegen des voluminösen Briefes heraus, dass das Gewicht bei 2¼ Loth lag (siehe Rötelnotiz links oben), d. h., er wog über 30 bis 45 g und lag damit in der 3. Gewichtsstufe. Die mit blauer Tinte notierten «3» (Kr.) mussten annulliert und auf eine «6» (Kr.) korrigiert werden. Es war dies der vom Empfänger als Nachtaxe zu erhebende, fehlende Gebührenanteil!

Zusammenfassend kann konstatiert werden: Der Brief von St. Gallen nach Freiburg/Baden lag in der 3. Gewichtsstufe. Beim Beförderungsweg aus dem 1. Schweizer Taxrayon in den 1. Vereinsländischen Taxrayon wäre die Sendung mit 60 Rp. anstatt mit 40 Rp. zu frankieren gewesen (anteilig für die Schweiz wie für Baden je 3 × 10 Rp.). In Baden verblieben die in Freiburg zu erhebenden 6 Kr. (= 20 Rp.) und die Schweiz hatte von den erhaltenen 40 Rp. noch 10 Rp. (= 3 Kr.) an Baden zu vergüten (siehe rückseitige Rötelnotiz «3»). Eine ebenfalls rückseitig notierte «9» (Kr.) hätte den badischen Gebührenanteil korrekt ausgewiesen, wenn der Brief richtig frankiert und ohne Nachtaxierung eingegangen wäre. So aber war die «9» mit Rötelstrichen zu annullieren.

(SBZ 7–8/2021)

Abb. 1. Fahrpost-Tarifliste

Brief der 3. Gewichtsstufe von St. Gallen nach Freiburg/Baden vom 18. Dezember 1860.
(Vorderseite und Rückseite)

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timbre classique